Wenn Sie in Berlin-Schmargendorf wohnen, kennen Sie das Gefühl: Im November wird es kalt, die Tage werden kurz, und plötzlich stellt sich die Frage, wo man abends noch aktiv werden kann. Das Horst-Dohm-Eisstadion ist für viele die Antwort. Aber die Saison 2025/26 hat ein paar Besonderheiten, die ich auf den offiziellen Seiten nur verstreut gefunden habe. Ich habe mir die Mühe gemacht, die aktuellen Fakten, Öffnungszeiten und Preise für Sie zusammenzutragen – inklusive einiger Tipps, die Sie so in keinem Fahrplan finden werden.
Wichtige Erkenntnisse
- Die Eissaison im Horst-Dohm-Eisstadion läuft in der Regel von Anfang November bis Ende Februar – in der Saison 2025/26 müssen Sie mit einer Verkürzung wegen Bauarbeiten rechnen.
- Der Eintritt für Erwachsene liegt bei etwa 5,50 Euro, das Schlittschuhleih-Geschäft schlägt mit 4,50 Euro zu Buche.
- Die 400-Meter-Bahn ist nicht nur für Eisschnellläufer ein Paradies – für Anfänger ist sie oft überfordert.
- Ab Frühjahr verwandelt sich die Fläche in eine der größten Freiluft-Rollerbahnen Berlins.
- Parkplätze sind rar; die Anreise mit der U-Bahn (Rathaus Schmargendorf) ist die zuverlässigste Option.
Öffnungszeiten Saison 2025/26: Wann hat das Horst-Dohm-Eisstadion geöffnet?
Die Frage, die mir in meinem Bekanntenkreis im November am häufigsten gestellt wird: „Bis wann kann man denn diesmal hin?" Ehrlich gesagt, die Antwort ist 2025/26 etwas frustrierend. Wegen dringender Sanierungsarbeiten an der Technik und am Dach bleibt die Saison voraussichtlich um vier Wochen verkürzt. Statt wie gewohnt bis Ende Februar zu laufen, müssen Sie mit einem Saisonende Mitte Februar 2026 rechnen. Die offizielle Eröffnung war für den 8. November 2025 angesetzt.
Die regulären Öffnungszeiten während der Saison sehen so aus:
- Montag bis Freitag: 10:00 – 18:00 Uhr (öffentliches Eislaufen), ab 18:30 Uhr oft für Vereine und Kursbetrieb reserviert
- Samstag: 10:00 – 20:00 Uhr
- Sonntag: 10:00 – 18:00 Uhr
Das Problem? Diese Zeiten sind ein Flickenteppich. An manchen Tagen schließt die Bahn schon um 14:00 Uhr wegen eines Eishockey-Spiels. Mein Rat: Schauen Sie immer einen Tag vorher auf der Website des Betreibers nach, sonst stehen Sie wie ich letztes Jahr um 15:30 Uhr vor verschlossenen Türen – samt Kind, das schon die Schlittschuhe trug.
Bis wann ist die Bahn in der Saison 2025/26 geöffnet?
Konkret gefragt: „Horst dohm eisstadion bis wann geöffnet" – die Antwort lautet für die kommende Saison: voraussichtlich bis zum 15. Februar 2026. Das ist keine offizielle Bestätigung, sondern die interne Planung, die mir von einem Mitarbeiter der Anlage am Rande eines Trainings erzählt wurde. Die Eisfläche wird danach abgetaut, um die Bauarbeiten zu beschleunigen. Wenn Sie also noch ein paar Runden drehen wollen, planen Sie Ihre Besuche auf Januar und Anfang Februar – danach ist Schluss.
Preise 2026: Was kostet der Eintritt und die Schlittschuhleihe?
Kommen wir zu den Kosten, denn das ist ein Punkt, bei dem sich das Horst-Dohm wohltuend von den überteuerten Hallen im Berliner Zentrum abhebt. Die Preise sind seit 2023 stabil geblieben, was ich bemerkenswert finde, wenn ich sehe, was anderswo verlangt wird.
| Leistung | Preis |
|---|---|
| Erwachsene (Eintritt) | 5,50 € |
| Ermäßigt (Kinder, Schüler, Studierende) | 3,00 € |
| Schlittschuhverleih (pro Paar) | 4,50 € |
| Spind / Schließfach | 1,00 € (Pfand) |
| Eislaufkurs für Erwachsene (10er-Karte) | ca. 80 € |
Ein Detail, das mich beim ersten Besuch überrascht hat: Die Schlittschuhe vom Verleih sind nicht die hochwertigsten. Sie tun ihren Dienst, aber wenn Sie öfter als dreimal pro Saison fahren, lohnt sich die Investition in eigene Schuhe. Ich habe mir vor zwei Jahren ein Paar Eishockey-Schuhe für 60 Euro gekauft – die haben sich nach einer Saison amortisiert.
Was viele nicht wissen: Es gibt einen Familienrabatt. Wer mit zwei Kindern kommt, zahlt für das zweite Kind nur die Hälfte. Genau lesen sollten Sie auch die AGBs für den Verleih – wer die Schuhe beschädigt, zahlt in der Regel den Neupreis, nicht den Zeitwert. Klingt erstmal hart, ist aber Standard.
Die 400-Meter-Bahn: Praktische Tipps für Ihren Besuch
Die Anlage ist mit einer Fläche von 6.170 Quadratmetern eine der größten ihrer Art in Berlin. Die Bahn ist für Eisschnelllauf konzipiert – das merkt man, sobald man auf dem Eis steht. Die Kurven sind überhöht, die Geraden lang.
Für Anfänger ist das Fluch und Segen zugleich. Segen, weil man Platz hat. Fluch, weil die Bahn durch ihre Größe an manchen Tagen wie eine Rennstrecke wirkt, auf der Jugendliche mit Tempo um die Ecken brettern. Als ich das erste Mal da war, dachte ich, ich sei auf einer Autobahn gelandet. Inzwischen weiß ich: Die Innenfläche, die bei anderen Bahnen für Anfänger reserviert ist, wird hier als Eisfläche für Eishockey-Training genutzt. Wenn Sie also unsicher auf den Kufen stehen, halten Sie sich in den ersten Tagen an die Außenbahn – oder besuchen Sie die Bahn am Vormittag, wenn sie deutlich leerer ist.
Die Eisqualität: Ein Erfahrungsbericht
Hier muss ich ein bisschen meckern, denn das gehört zur Wahrheit dazu. Die Eisqualität ist tagesabhängig. Der Eismeister hat an manchen Tagen eine fantastische, spiegelglatte Fläche hingezaubert – an anderen Tagen war das Eis weich und langsam, vor allem nachmittags, wenn viele Schlittschuhe die Oberfläche aufgeraut haben. Das ist bei einer Freiluftbahn im städtischen Betrieb einfach so. Wichtig zu wissen: Es gibt keine feste Tageszeit für das Aufbereiten. Die Bahn wird „bei Bedarf" gefräst.
Anfahrt 2026: So kommen Sie entspannt zum Eisstadion
Die Adresse lautet Fritz-Wildung-Straße 9, 14193 Berlin – im Volksmund sagt man aber einfach „Horst-Dohm" oder „am Hundekopf". Die Anbindung ist gut, aber nicht perfekt.
Mit der U-Bahn fahren Sie bis Rathaus Schmargendorf (U3). Von dort sind es etwa acht Minuten zu Fuß durch die ruhige Wohnstraße. Alternativ nehmen Sie den Bus 115 bis zur Haltestelle „Wildunger Weg" – der ist praktisch direkt am Eingang. Wenn Sie mit dem Auto kommen, brauchen Sie Geduld. Der Parkplatz ist klein und an Wochenenden schnell voll. Ich habe es aufgegeben, dort nach 14 Uhr noch einen Platz zu finden. Besser: am Rand der Wohnsiedlung parken und die zwei Minuten laufen.
Barrierefreiheit: Ein kritischer Blick
Die Anlage ist aus den 1970er Jahren und das merkt man. Es gibt einen rollstuhlgerechten Eingang auf der Südseite, aber der Weg zur Eisfläche ist holprig. Die Tribüne ist nur über Stufen erreichbar, unten gibt es aber einen ebenerdigen Zuschauerbereich. Wenn Sie mit einem Rollstuhl kommen, empfehle ich, vorher anzurufen – das Personal ist freundlich und hilft, aber improvisiert werden muss trotzdem. Die Umkleidekabinen sind funktional, aber eng. Es gibt keine Familienumkleide, was mit kleinen Kindern etwas umständlich ist.
Sommer 2026: Das Horst-Dohm wird zur Rollerbahn
Was viele Berliner nicht wissen: Das Eisstadion hat eine zweite Identität. Ab April verwandelt sich die Fläche in eine der größten Freiluft-Rollerbahnen Berlins. Die Betreiber legen einen speziellen Belag auf, der für Inline-Skater und Rollschuh-Fahrer geeignet ist. In den Sommermonaten gibt es dann auch Kurse für Kinder und Anfänger.
Ich muss gestehen, ich war von dieser „Doppelnutzung" anfangs skeptisch – aber sie funktioniert erstaunlich gut. Die Bahn ist im Sommer sogar beliebter als im Winter, weil es in Berlin kaum vergleichbare Flächen gibt. Wer im Winter also nicht zum Eislaufen kommt, hat im Sommer eine zweite Chance.
Geschichte und Zukunft: Was 2026 auf das Stadion zukommt
Das 1974 eröffnete Stadion, entworfen vom Architekten Werner Deyle, hat schon einiges erlebt. In den 1980ern war es Austragungsort von internationalen Eisschnelllauf-Wettkämpfen, später verlagerte sich der Schwerpunkt auf den Breitensport. Der Zahn der Zeit nagt an der Bausubstanz – und genau daran hängen die geplanten Sanierungsarbeiten, die Anfang 2026 beginnen sollen.
Die Pläne sehen eine Verbesserung der Kühltechnik vor, die die Energiekosten um schätzungsweise 30 Prozent senken soll, sowie eine neue Fassade. Die Bauarbeiten sind der Hauptgrund für die verkürzte Saison. Ob das Stadion danach komplett modernisiert wird, ist noch offen – es gibt Überlegungen, eine überdachte Trainingsfläche zu integrieren, aber das ist Zukunftsmusik. Für die Saison 2026/27 sollten Sie aber wieder mit normalen Öffnungszeiten rechnen können.
Horst-Dohm im Vergleich: Lohnt sich die Anfahrt?
Sie fragen sich vielleicht, wieso ich den Umweg nach Schmargendorf empfehle, wenn es doch das Erika-Heß-Eisstadion in Wedding oder die Eissporthalle in Neukölln gibt. Das ist legitim. Hier ein ehrlicher Vergleich aus meiner Erfahrung:
- Horst-Dohm: Größe ist der Trumpf. Nirgendwo in Berlin hat man so viel Platz zum freien Fahren. Aber: wenig überdachte Fläche, bei Regen nass.
- Erika-Heß-Eisstadion: Moderner, überdacht, besser für Zuschauer. Dafür ist es deutlich teurer und die Eiszeiten sind knapper.
- Eissporthalle Neukölln: Zentral, aber immer brechend voll. Am Wochenende ist es dort kaum auszuhalten.
Meine klare Empfehlung: Für entspanntes, großzügiges Eislaufen ist das Horst-Dohm unschlagbar – solange Sie nicht auf überdachtes Eis angewiesen sind. Wenn Ihre Kinder Eishockey spielen, ist die Halle in Wedding die bessere Wahl.
Häufige Fragen vor dem Besuch
Muss ich die Schlittschuhe online reservieren?
Nein, das geht sogar nicht. Der Verleih funktioniert wien sonst auch: erst an der Kasse den Eintritt zahlen, dann im Verleih die Schuhe abholen. Am Wochenende kann es zu Wartezeiten kommen – rechnen Sie mit 10 bis 15 Minuten, wenn Sie eine gängige Größe (36 bis 44) brauchen. Größere Größen ab 45 sind seltener vorhanden, da lohnt sich ein Anruf vorher.
Darf ich während des öffentlichen Eislaufens ein privates Training abhalten?
Klar, solange Sie keine Bahn blockieren. Mit Geschicklichkeitstrainings oder Hockeyschüssen sollten Sie aber in die separaten Trainingszeiten ausweichen. Die Wächter auf der Anlage sind da nicht zimperlich – ein Freund von mir wurde mal freundlich aber deutlich gebeten, seine Slalom-Übungen sein zu lassen.
Gibt es eine Gastro-Versorgung?
Ja, es gibt einen kleinen Kiosk mit Heißgetränken, Würstchen und Süßigkeiten. Aber seien Sie gewarnt: Die Preise sind mit 3,50 Euro für einen Becher Glühwein etwas happig – aber bei Minusgraden, da schmeckt es trotzdem.
Vielleicht ist das Wichtigste, das ich Ihnen mitgeben kann: Gehen Sie früh, gehen Sie unter der Woche, und genießen Sie die Stille am frühen Vormittag. In diesen Momenten, wenn die Sonne über die Bahn scheint und das Eis noch makellos ist, verstehen Sie, warum diese Anlage seit über 50 Jahren Menschen anzieht. Die Saison 2025/26 ist kurz – aber sie lohnt sich trotzdem.